Die Geschichte des Stadionbaus in den letzten 25 Jahren in Deutschland

Die Vergabe der Fußball - Weltmeisterschaft 1974 an Deutschland war ein Meilenstein für den Stadionbau.

Alle Stadion Um- oder Neubauten sind durch Finanzmittel der Bundesrepublik Deutschland, der Bundesländer und der Städte erfolgt.

Die Stadien wurden konzeptionell als Leichtathletik-Stadien realisiert.

Im Wesentlichen war nur die Haupttribünenseite überdacht. Die Gegentribüne war überwiegend mit Sitzplätzen, aber ohne Überdachung ausgestattet. Seitlich dieser Sitzplätze waren durchgehend in den Kurven Stehplätze konzipiert. Sie waren der Witterung ausgesetzt.

Komfort wurde im wesentlichen durch wenige Versorgungsstände für Bier, Eis und Würstchen definiert.

Die Aufenthaltszeiten der Stadionbesucher spielten bei der baulichen Konzeption noch keine Rolle.

Rechtzeitige Anreise bei wichtigen Spielen hatte häufig Langeweile zur Folge. In den meisten Stadien gab es sogenannte "Schwarz-Weiß"-Tafeln, über die Informationen und Werbebotschaften "flimmerten".

Videofähige Tafeln waren noch die absolute Ausnahme. Die Technik war noch nicht soweit, diesen sehr teueren Service finanzierbar zu machen.

Die Tragödien des internationalen Fußballs wie Brüssel und Bradfort gaben Anlaß, über neue, zeitgemäße Konzeptionen nachzudenken.

Die sozialen Belastungen der öffentlichen Haushalte lassen einen Neubau von Stadien durch die Kommunen nur in den seltensten Fällen zu.

Auch die Diskussion um die hohen Gehälter der Spieler läßt den Stadionbau aus öffentlichen Kassen unverantwortlich erscheinen.



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